Globale Ziele - Lokale Wirkung
Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen sind mehr als ein globaler Leitfaden. Sie sind ein konkreter Handlungsauftrag für Städte und Gemeinden. Für Kommunen bieten die SDGs einen klaren Orientierungsrahmen, um soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit in der lokalen Entwicklung zu verankern. Sie helfen, strategische Ziele zu definieren, Investitionen zu steuern und Projekte mit international anerkannten Standards zu legitimieren. Zudem eröffnen sie Zugang zu Fördermitteln und stärken das Image einer Kommune als zukunftsfähiger Standort.
Nachhaltigkeit beginnt in den Kommunen
Nachhaltigkeit beginnt vor Ort. Städte, Kreise und Gemeinden sind die Basis für die Umsetzung der 17 SDGs und ihrer 169 Unterziele. Hier wird sich letztendlich entscheiden, ob nachhaltige Entwicklung ein Erfolg wird. Deshalb ist die Art und Weise, wie Kommunen das Thema Nachhaltigkeit und die Umsetzung der SDGs angehen und weiterentwickeln, von zentraler Bedeutung. Folgerichtig stellen die Vereinten Nationen fest:
„Es sind die Kommunen, wo der Kampf um eine nachhaltige Entwicklung gewonnen oder verloren wird.“
Warum Kommunen entscheidend sind
Schätzungen zufolge betreffen rund zwei Drittel der SDG-Ziele direkt kommunale Aufgaben – von der Wasserversorgung über Mobilität bis hin zu Bildung und Gesundheit. Städte und Gemeinden gestalten den Alltag der Menschen und haben damit eine enorme Hebelwirkung für globale Nachhaltigkeit. Sie sind Innovationsräume für neue Lösungen wie Smart Cities, Kreislaufwirtschaft oder Klimaanpassung und schaffen Plattformen für Bürgerbeteiligung und Kooperation zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Wo steht Deine Kommune?
Wenn Du wissen möchtest, wie Deine Kommune im Vergleich zu anderen steht, bietet das SDG-Portal >> eine hervorragende Orientierung.
Das Portal stellt Daten zu den 17 SDGs für alle deutschen Kommunen ab 5.000 Einwohner*innen bereit und ermöglicht den Vergleich von Kennzahlen wie Bildung, Mobilität, Energieverbrauch, soziale Indikatoren und vieles mehr. Damit können Kommunen ihre Fortschritte messen und Handlungsfelder identifizieren.
Instrument "Gemeinwohl-Bilanz"
Um Verwaltungen und Mandatsträger*innen für die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu sensibilisieren, bietet die Gemeinwohlökonomie (GWÖ) mit der Gemeinwohlbilanz >> ein wirkungsvolles Managementinstrument. Die Gemeinwohl-Bilanz ist das zentrale Instrument der Gemeinwohl-Ökonomie. Sie misst und bewertet die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen einer Kommune auf das Gemeinwohl. Anhand dieser Bilanz können Akteure ihre positiven Beiträge zu einer nachhaltigen und gerechteren Gesellschaft sichtbar machen. Grundlage ist die Gemeinwohl-Matrix, die auf vier zentralen Werten basiert: Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung.
Zusammenfassend
Die SDGs geben Kommunen die Chance, ihre Entwicklung nachhaltig, transparent und zukunftsorientiert zu gestalten. Umgekehrt gilt: Ohne lokale Maßnahmen bleiben die globalen Ziele abstrakt. Gemeinsam können wir den Weg zu einer lebenswerten und gerechten Welt ebnen – angefangen vor unserer eigenen Haustür. Eine Gemeinwohl-Bilanz bietet Kommunen dabei einen praxisnahen Ansatz, um die SDGs lokal umzusetzen und ihre Fortschritte sichtbar zu machen.



