Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz

Bahnhöfe inklusive deren Umfelder laden leider häufig weder zum Verweilen ein noch bieten sie immer ausreichend Möglichkeiten, Fahrräder abzustellen oder auszuleihen und auch der Bus ist nicht in allen Fällen integriert.
Verbesserungen herbeizuführen sind meist Gemeinschaftsaufgaben zwischen der Gemeinde/Stadt und der Deutschen Bahn (DB). Die DB, die mit bundesweit 5.400 Personenbahnhöfen den weit überwiegenden Teil der Bahnhöfe betreibt, hat eine „Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz“ eingerichtet. Diese berät Kommunen bei der Aufwertung von Bahnhofsumfeldern in Sachen Anschlussmobilität und Aufenthaltsqualität. Dabei stellt sie auch Best-Practice-Beispiele zur Verfügung.

Unter „Anschlussmobilität“ können verstanden werden:

  • Fahrradabstellanlagen
  • Mobilitätshubs
  • On-Demand-Haltestellen
  • Park & Ride-Anlagen
  • Bushaltestellen
  • Busbahnhöfe
  • Taxi-Stellplätze und einiges mehr.

 

Es geht um die für den Bahnhof und den Ort jeweils geeignete optimale Verknüpfung von Verkehrsmitteln. Das Angebot umfasst aber auch Flächen und Prozesse für Stadtlogistik. Konkret hilft die Kompetenzstelle bei der Ermittlung der (leider oft komplizierten) Eigentumsverhältnisse, bei der Evaluierung geeigneter Förderprogramme und unterstützt die Kommunen bei der Beantragung von Fördermitteln.

Mehr Informationen findet Ihr hier >>

An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass der Bund mit der Änderung des Bundeschienenwegeausbaugesetzes die Fördermöglichkeiten für Bahnhofsgebäude deutlich verbessert hat.

Bild von Matthias Gastel, MdB

Matthias Gastel, MdB

GAR BW Vorstandsmitglied

Mehr Beiträge

Geplantes „Netzpaket“ der Bundesregierung: Was bedeutet das für Kommunen?

Das geplante „Netzpaket“ der Bundesregierung bremst den Ausbau erneuerbarer Energien – mit direkten Folgen für Städte, Gemeinden und Landkreise. Kommunale Projekte, Stadtwerke und Bürgerenergiegenossenschaften stehen dadurch vor größeren Planungs- und Finanzierungsrisiken. Wir erklären, welche Änderungen drohen und warum das Paket die Energiewende vor Ort gefährdet.

Öffentlichkeitsarbeit in der Kommunalpolitik: Wie spreche ich meine Zielgruppe an?

Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit funktioniert nicht „für alle“, sondern zielgerichtet für die Menschen, die wirklich betroffen sind. In diesem Beitrag zeigen wir, wie du deine Zielgruppen klar definierst, ihre Bedürfnisse und „Pain Points“ erkennst und deine Botschaften genau dort platzierst, wo sie wahrgenommen werden.

Neue Fußverkehrsstrategie im Land stärkt sichere Wege und Ortskerne

Baden-Württemberg stärkt das Gehen: Die neue Fußverkehrsstrategie macht Wege sicherer, barrierefrei und lebenswerter. Ratsfraktionen können direkt aktiv werden, z. B. über einen Musterantrag zur Schaffung einer geförderten Personalstelle für Fußverkehr, Schulwege und Ortsmitten.